Mechanische Hilfsmittel sind die schnellste und sicherste Methode, um einzelne Zonen des Teichs eisfrei zu halten, ganz ohne Strom oder Chemie. Entscheidend ist dabei, den natürlichen Wärmeaustausch des Wassers zu unterstützen und punktuell den Eisdruck zu brechen.
Schwimmende Eisfreihalter und Styroporplatten
Eisfreihalter aus Styropor, Kork oder Kunststoff funktionieren nach einem einfachen physikalischen Prinzip: Sie isolieren das darunterliegende Wasser, sodass es an dieser Stelle nicht auf 0 °C abkühlt. Unter dem Schwimmkörper bleibt die Temperatur meist zwischen +1 °C und +3 °C. Genug, um eine kleine offene Fläche oder zumindest eine dünne Eisschicht zu erhalten, die weiterhin Gasdurchlässigkeit ermöglicht.
Die Vorteile:
- keine Stromzufuhr nötig
- kein Eingriff in die Teichbiologie
- Wiederverwendung über viele Jahre möglich
Wichtig:
Eisfreihalter sollten nicht zu klein gewählt werden. Ideal ist ein Durchmesser von mindestens 25–30 cm, bei größeren Teichen gern mehrere Exemplare verteilt auf die Oberfläche.
Natürliche Alternativen: Holz, Bambus oder Schilfbündel
Natürliche Materialien wie Schilfrohr, Bambus oder Schwimmholz sind ebenso effektiv. Wenn sie senkrecht oder schräg im Uferbereich stehen, schaffen sie kleine Spalten in der Eisdecke, durch die Faulgase entweichen und Sauerstoff eindringen kann.
Sie wirken wie natürliche Luftkanäle, insbesondere in Kombination mit wintergrünen Pflanzen.